Proxemics Design
Räumliche Nähe verändert alles. Ein Element bei 30cm trägt nicht das gleiche emotionale Gewicht wie eines bei 2 Metern.
Was ist das?
Proxemics Design wendet Edward Halls anthropologisches Framework (1966) auf räumliches Interface-Design an. Hall definierte vier Zonen: intim (0-45cm), persönlich (45cm-1.2m), sozial (1.2-3.6m) und öffentlich (3.6m+). Greenberg, Marquardt et al. (2011) formalisierten wie digitale Interfaces sich in jeder Zone anders verhalten sollten.
Wann einsetzen
Bei der Platzierung von UI-Elementen im 3D-Raum. Wenn ein Interface 'zu aggressiv' oder 'zu distanziert' wirkt.
Vorgehensweise
Ordnen Sie Ihre UI-Elemente Halls Zonen zu: was muss intim sein? Was sozial?
Definieren Sie Verhaltensübergänge: wie ändert sich ein UI-Element wenn der Nutzer sich nähert oder entfernt?
Testen Sie mit realen räumlichen Abständen.
Erstellen Sie eine proxemische Verhaltensspezifikation für jedes Element.
Profi-Tipps
Der häufigste AR-Fehler: alles auf 'Leseabstand' platzieren. Variieren Sie die Abstände intentional.
Cultural context matters enormously. Hall's original research showed that intimate distance varies by culture. Your proxemic spec should be culturally adaptable.
Combine with ETL's Atmosphere First: the emotional atmosphere determines which proxemic zone feels appropriate. A clinical tool keeps things at personal distance. A playful experience can use intimate proximity.