Emotional Tuning
Eine Methode für Designer, die fühlen bevor sie zeichnen. Spüren Sie den emotionalen Zustand des Nutzers bevor Sie ein Werkzeug öffnen.
Was ist das?
Emotional Tuning ist das erste ETL-Protokoll. Bevor Sie skizzieren, schließen Sie die Augen und werden zum Nutzer in diesem exakten Moment, nicht ihr Profil, ihr Zustand. Sie identifizieren eine dominante Emotion in einem präzisen Wort und nutzen es als Design-Filter.
Wann einsetzen
Vor jeder Design-Session, Wireframing oder Prototyp. Besonders kritisch bei B2B-Interfaces mit hoher kognitiver Last.
Vorgehensweise
Schreiben Sie einen Satz: 'Dieser Nutzer ist gerade... und fühlt sich...'
Benennen Sie die dominante Emotion in einem präzisen Wort. Nicht 'frustriert', sondern: überwältigt, misstrauisch, ungeduldig.
Halten Sie dieses Wort während der gesamten Session sichtbar. Es ist Ihr Design-Filter.
Jede Design-Entscheidung muss auf dieses Wort antworten, nicht auf die Guidelines.
Profi-Tipps
Einschränkung ist die Mutter der Kreativität. Ein Wort wie 'misstrauisch' generiert sofort konkrete Entscheidungen.
Ohne diesen Filter optimieren Sie für den 'generischen Nutzer', eine Fiktion die laue Interfaces produziert.
In B2B contexts (optical, medical, logistics), Emotional Tuning generates radically different interfaces: fewer choices per screen, immediate feedback, primary paths obvious even in peripheral vision.